Anfang September haben die Anlieger des Hafenbereichs per Postwurf durch die Stadt Münster eine Einladung zum HAFENFORUM-Auftakt erhalten. Damit sollen interessierte BürgerInnen in die weitere Entwicklung und Umstrukturierung der Stadthäfen mit einbezogen werden. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, den 30.09.2010 von 18 bis 21 Uhr in der Mehrzweckhalle der Stadtwerke Münster (Hafenplatz 1) statt. Hier gibt es das Programm als PDF.
Archiv der Kategorie 'Fundstücke'

In Münster entdeckt: Mal ne kreative Art und Weise für die Nachttanzdemo Werbung zu machen. Habt ihr auch Streetart oder andere besondere Werbemittel für die Demo gesehen? Dann schreibt uns doch eine Email.
In der Rubrik „Fundstücke“ dokumentieren wir interessante Texte zum Thema. Den Anfang macht ein Interview mit dem Stadtsoziologen Andrej Holm zur Diskussion über Gentrification. Das Interview erschien zuerst im Mai 2010 in der Stattzeitung für Düsseldorf, der Terz.
„Jetzt wissen alle, was Gentrification ist“
Interview mit Andrej Holm
Andrej Holm ist Stadtsoziologe, lehrt an der Universität Oldenburg und lebt in Berlin. Er kennt die Veränderungen in Städten also sowohl aus der wissenschaftlichen Perspektive als auch aus der Position der AktivistInnen, da er sich seit langer Zeit in MieterInnenkämpfen, Stadtteilarbeit und sozialen Projekten engagiert. Nicht zuletzt ist er wegen des Verdachts bekannt geworden, Mitglied in einer kriminellen Vereinigung zu sein.
Was denkst du über den Versuch, Gentrifizierung als positive Entwicklung für die BewohnerInnen eines Stadtteils darzustellen? Ist eine soziale oder gerechte Aufwertung möglich?
Gentrification im Verständnis der wissenschaftlichen Debatten bezeichnet ja den Bevölkerungsaustausch in Stadtvierteln von armen Haushalten hin zu Besserverdienenden. Insbesondere kritische ForscherInnen sehen in dieser Verdrängung das Wesen und nicht nur einen unerwünschten Nebeneffekt städtischer Aufwertungen. In einer sehr knappen Definition können als Gentrification all jene immobilienwirtschaftlichen Strategien der Inwertsetzung beschreiben werden, die den Austausch der Bewohnerschaft voraussetzen oder bewirken. Klassische Beispiele dafür sind Luxusmodernisierungen, bei denen von Beginn an klar ist, dass die bisherigen BewohnerInnen die Mieten nach der Modernisierung nicht mehr bezahlen können. Auch eine Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen setzt in der Regel den Austausch der BewohnerInnen voraus. Aus einer solchen Perspektive gibt es wenig positives zu entdecken. (mehr…)